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Wikileaks Tsunami: PayPal, Visa und Co. fürchten die Macht der Internet-Gemeintschaft

Die Schlagzeilen um Wikileaks nehmen kein Ende. Anhänger der Enthüllungsplattform haben nacheinander die Webseiten von Mastercard, Visa, Postfinance und PayPal lahmgelegt. Grund hierfür war die Aufkündigung der Geschäftsbeziehungen der Finanzdienstleister mit dem Enthüllungsportal Wikileaks.


In der Gemeinschaft kann man viel bewegen. Die Anhänger von Wikileaks haben nun nacheinander die Webseiten von Mastercard, Visa, Postfinance und PayPal lahmgelegt. Hierfür wurden sogenannte DDOS-Angriffe („Distributed Denial of Service“) genutzt. Das Prinzip eines solchen Angriffs ist einfach: Die betroffenen Server werden schlicht mit Daten überflutet, bis diese zusammenbrechen. Die Hintermänner machten aus ihrem Angriff kein Geheimnis. Die Attacken wurden via Twitter angekündigt.

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Quelle: wikipedia.org

Dennoch gelang es den Finanzdienstleistern nicht sich vor dem Angriff zu schützen. Die Webseiten waren so einige Stunden nicht erreichbar. Inzwischen wurden die Angriffe beendet und die Aktion muss als Erfolg gewertet werden. So hat PayPal beispielsweise angekündigt Spendengelder auf einem Konto von Wikileaks, das zuvor eingefroren wurde, wieder freizugeben. Dennoch gibt es auch negative Konsequenzen für die Wikileaks Aktivisten.

Die Accounts der Hacker bei Twitter und Facebook wurden inzwischen gesperrt. Die sich selbst „Operation Payback“ nennende Gruppe hat daraufhin angekündigt auch zukünftig ähnliche Angriffe gegenüber Webseiten durchzuführen, die sich Wikileaks feindlich gegenüberstellen. Die Sperre war freilich nicht von langer Dauer. Die Gruppe legte bei Twitter einfach einen neuen Account an und verbreitete so den Link zum „Internet Relay Chat“ Service, über den künftig kommuniziert werden soll.

Zuvor wurde via Twitter die Veröffentlichung neuer Geheimdokumente angekündigt. Pikanterweise soll es in diesen Dokumenten um Aktionen der US-amerikanischen Regierung gehen, die durch einen russischen Gesetzesentwurf entstanden sind. Dabei sollen Nachteile für Mastercard und Visa auf dem russischen Markt verhindert werden.

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1 Kommentar
Merle | 11. Dez 2010, 10:53
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Sehr schön geschriebener und neutraler Artikel.
Der Vergleich zu friedlichen Demonstrationen zieht gerade in diesem Beispiel. So viel objektivität würde man sich von anderen, größeren Seiten, auch wünschen.

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